Mittwoch, 14. August 2019

11.08.2019 - 9.Tag - Messe


Tag 9: Messe
Day 9: Mass


Sonntag – noch während der Dunkelheit eilen die Gläubigen herbei. Die Kirche in Holili steht erst im Rohbau, doch füllt sie sich zur Gänze um 7.00 Uhr morgens. Die 35 Stimmen des Chores lassen den neuen Tag erklingen. Manche GottesdienstbesucherInnen waren eine Stunde zu Fuß unterwegs, wie mir der Pfarrer bewegt erklärt. Die Menschen sind sehr arm, es ist ihnen anzusehen, aber voller Stolz zelebrieren sie ihren Glauben, sie ihren werdenen Kirchenbau und bangen um das Pfarrzentrum, zu dem erst das Fundament betoniert ist. Vor allem als Platz für die Kinder und Jugendlichen brauchen sie es.

Sunday- during the darkness, the faithful are on their way. The church is only the building shell, but at 7:00 it is filled wih people. The 35 voices of the choir let sound the new day.The participants of the Holy Mass needed an hour to come. The people are very poor, you can see it, but with proud they ekebrate their faith. They are full of hope to build the church soon and to get the Centre of the Parish, their children and youth need it so much.

Messe in der Schule - Mass in School
In der Schule treffen um 9.00 Uhr die 200 Kinder ein, die das Wochenende über hier wohnen....
Und auch sie feiern gemeinsame Heilige Messe. Sie singen und beten mit großer Begeisterung und viel Bewegung und Tanz.

In the Rizalisa School 200 children, who stay at school the whole year, come to their own Holy Mass in the eating hall. They are singing and praying with great enthusiasm, much movement and dances.


Messe in der Schule - Mass in School

Nach der Mittagspause holt uns Sr. Rosa, bzw. Sr. Reflector – wie wir sie nennen – zum Spaziergang ab. Wir gehen zu Fuß an den Grenzübergang nach Kenia. Nach einem kurzen Plausch mit dem Grenzbeamten wird uns erlaubt, eine Runde durch den Übergang zu machen und auch die Ein- und Ausreisesicherheitszone zu durchqueren. Die Beamtinnen unterhalten sich mit uns, wünschen schönen Aufenthalt, erklären die Passkontrolle – ohne unsere Pässe anzusehen. "Jetzt könnt ihr zuhause sagen, dass ihr Kenia gesehen habt," schmunzelt Sr. Reflector.

Blick nach Kenia - View to Kenya
In the afternoon Sr. Rosa, better said Sr. Reflector – as we call her – takes us for a small walk. We go to the border to Kenia. After a short chat with the frontier-guard we are allowed to make a round through the frontieer-zone and the immigratory- and emmigrantzone. We have another smalltalk with the officer from Kenia and then we go back home to Tansania. "Now you can say, you have seen Kenia", Sr. Reflecta is amused.





In unserem "Seven Stars Hotel" angekommen, beginnt Sr. Rosa über ihr Projekt, die Schule für die Massai Mädchen nach zu sinnen. Man sieht ihr den inneren Schmerz über deren Leid an. Fast wütend erinnert sie an diese grausamen Zustände und die fehlenden Lebensmöglichkeiten der Mädchen. Mir kommt sofort Hildegard Burjan in den Sinn. So mag sie vor hundert Jahren über die rechtlosen Hausmädchen gesprochen haben, um dann durch ihr politisches und soziales Engagement soviel zu verändern. Mein Wunsch wäre die Unterstützung dieser werdenden Schule als neues Projekt unserer "Pfarre Hildegard Burjan". Ein Hildegard Burjan Schlafraum, Schutz- und Entwicklungsraum für die Massaimädchen wäre passend. Selige Hildegard Burjan hilf mit!

Back in our "Seven Stars Hotel" Sr. Rosa starts to dream about her project, the school for the girls of the Masai. You can see, how concerned she is about their suffering. Nearby enraged she tells about the horrible conditions and the less possibilities for life. I remember Hildegard Burjan. Maybe 100 years ago she fought in the same way for the rights of the housemaids. In the end she changed so much because of her political engagement. My desire is to support this new school as a new project our parish "Hildegard Burjan". A Hildegard Burjan sleeping room – space for developement and protection. "Beautyfied Hildegard Burjan help!"


Der Tag klingt mit dem gemeinsamen Abendessen bei den Schwestern aus. Wir erfahren aus deren Alltag, aus ihren persönlichen Wegen hin zum Dienst im Orden. Am Ende des Abends kommt Sr. Rosa noch einmal zu Wort:: "Ich will morgen früh mit einem TukTuk zwei Ziegen und drei Hühner von der Schule hier zur Massai -schule bringen. Mit 1. September treffen ja die ersten Kindergartenkinder ein. Da können wir sie schon mit Ziegenmilch verköstigen." - Von Martin

We finish the day together with the sisters with a meal. We hear about their work, their personal way and about their services for the congregation. In the end Sr. Rosa tells us about her plans for the next day: She will go by TukTuk to bring two goats and 3 chicken to the new school for the Massai. On first of september she will start with the first children in the kindergarden. So they can cook with the milk and have their own eggs. From Jutta

Montag, 12. August 2019

10.08.2019 - 8.Tag - Holili


Tag 8: Holili

Day 8: Holili


Nach einer Nacht in einem Gästehaus mit dem klingenden Namen „Seven Stars“ (Nomen non semper est omen!) starten wir um 7.30 mit dem Frühstück, das die Schwestern liebevoll für uns bereitet haben. Ungewöhnlich am Frühstücksbuffet ist für uns eigentlich nur die Bananensuppe mit Ziegenfleisch (schmeckt sehr gut!) ;-) Die Schüler/innen des Internats haben am Samstag immer Putztag und wir sehen voll Staunen, mit welchem Einsatz sie ihre Klassenräume, Schlafsäle und Gemeinschaftsräume gemeinsam putzen. Wir beteiligen uns allerdings nicht an der Putzaktion, sondern fahren mit der Schwester Oberin und Schwester Betty zur Sanya Station, wo uns die Schwestern ihr neuestes Projekt vorstellen. Auf dem Weg zur Station, der uns lange Zeit durch abwechslungsreiche Landschaft führte, konnte Schwester Oberin auch gleich die Wirksamkeit der von Pfarrer Martin überreichten Warnweste unserer Pfarre testen. Nach der ersten Polizeikontrolle, bei der uns ein sehr freundlicher Polizist darauf aufmerksam machte, dass wir alle die Gurte anlegen sollten, legte Schwester Oberin auf dem Beifahrersitz nämlich die Warnweste an – und prompt wurden wir bei den folgenden 4 Kontrollen von lächelnden Polizist/innen durchgewunken.

We passed the night in a guest house pretentiously named „Seven Stars“ (Nomen non semper est omen!), then started at 7.30 a.m. with breakfast served by the sisters with much love. We found some quite unusual breakfast items like banana soup with goat (very tasty!):-) The pupils usually clean up their boarding school on saturdays and we were really astonished to see the enthusiasm with which they tidied up their classrooms, dormitories and halls together. However we didn`t join them to clean, but rather went to Sanya Station with Sister Rose and Sister Betty where they presented their latest project. On our way to the station Sister Rose could check the efficacy of the jacket-reflector from our parish which Father Martin had brought from Vienna as a little present. When first held up by the police a very friendly police man told us to fasten our seat belts. Sister Rose, sitting in the first row put on the jacket-reflector after that – and all the following controls we could pass seeing policemen smile.

Visionen und ihre Umsetzung
Visions and how they become real


Schwester Rose gibt den Arbeitern Anweisungen -
Sister Rose gives instructions to the workers
Über holprige, staubige Straßen, vorbei an großflächigen Feldern mit Mais, Sonnenblumen u.a. sowie an Tierherden, die von Massaikindern gehütet werden, gelangten wir zu einem Ort – mitten im Nichts in unseren Augen. Dort präsentierten uns die Schwestern stolz die ersten Gebäude ihres neuen Projektes: Kindergarten und Grundschule für die Kinder der rund 850 Massaifamilien, die in dieser Gegend leben. Die Vision der Schwestern wurde vor unseren Augen lebendig, während sie uns Pläne zeigten, erzählten und im einzigen Gebäude die ersten beiden Klassenräume zeigten, wo Tafel und Kreide bereits auf die Kinder warten. Im provisorischen Lager aus Wellblech warten gar schon die großen Kochtöpfe, Häferl und T-Shirts auf die Kinder..... Wo europäische Behörden definitiv keine Betriebsgenehmigung erteilen würden, starten die Schwestern im September mit den ersten Kindern – sie wollen hier keine Zeit verlieren.

Dusty and bumpy roads, wide fields with corn, sunflowers and others, cattles and goats held by Massai children – all of this we could admire on our way which led us to a place in the middle of nowhere at our sight. At this place the sisters proudly presented the first buildings of their latest project: nursary and primary school for children of around 850 Massai families living in the surroundings. The sisters vision was filled with life while they showed us the plans, talked about them and then showed us in the only building standing yet the first two classrooms, where blackboard and chalks already wait for the children. There also is a preliminary store, where even big pots, cups and shirts with logos are ready to be used..... Where european authorities definitely would not give any permission to start anything, the sisters start in september with the first kids – they do not want to lose any time.

Übersichtsplan über die geplanten Gebäude -
Overfiew for the planed buildings



Einer von zwei fertigen Klassenräumen -
One of the finisher classrooms



















Ziel des Projektes ist es, die Kinder der Massai und insbesondere die Mädchen in den Genuß von Bildung kommen zu lassen. Das ist insbesondere für die Mädchen wichtig, die in den Traditionen der Massai mit Polygamie, früher Zwangsheirat, Genitalverstümmelung und Ausbeutung im Alltag konfrontiert sind. Die Schwestern und unser Busfahrer werden sehr emotional, als sie uns erzählen, unter welchen Bedingungen vor allem die Mädchen und Frauen der Massai zu leiden haben. Es sind, wie es Schwester Oberin nennt, Traditionen, die in die Sackgasse führen – dead end traditions – und das in unserer heutigen Zivilisation!

The project is aimed at giving education to the children of the Massai, first of all to the girls. It is important for girls especially, as traditions of the Massai mean that girls are faced with polygamy, forced marriage at a very young age, female genital mutilation and conditions near to slavery in their everydays lives. The sisters and even our bus driver become very emotional when they talk about the conditions which make the girls and women of the Massai suffer. They have to deal with dead end traditions as sister Rose calls them – and that in our nowadays civilisation!

Kreide und Schuluniformen sind schon da -
Chalk and school uniforms are still there

Töpfe und Geschirr - Pots and dishes

Wenn es nach den Plänen der Schwestern geht, steht in einigen Jahren auf diesem Territorium ein Internat mit allem Drum und Dran für die Kinder der Massai – mit Schulgebäude, Schlafsälen, Sport- und Freizeiteinrichtungen.... Wir sind überzeugt, dass der Enthusiasmus der Schwestern und ihr fester Wunsch, die Lebensbedingungen der Massaikinder zu verbessern, bald konkrete Früchte tragen wird.

According to the sisters plans one will find a boarding school on this territory in some years with all you may imagine for the children of the Massai – with school, dormitories, places for sport and leisure time..... We are very sure that the enthusiasm of the sisters and their strong wish to improve the living conditions for the children of the Massai very soon will bring positive changes.

Das Gelände für die neue Schule -
The land for the new school

09.08.2019 - 7.Tag - Highway to hell



Tag 7: Highway to Hell

Day 7: Highway to Hell


Sonnenaufgang -
Sunrise
 Heute läutet der Wecker um halb 5 in der Früh, denn um 5 geht es los. Wir müssen den Bus nach Himo erwischen, er soll um 5:45 abfahren. Als wir hinkommen hält der Fahrer noch ein Schläfchen auf dem lenkrad. Unser Gepäck wird verladen, wir verabschieden uns von Father Benedict, Alphonce und Werner und nehmen unsere Plätze ein. Es spielt afrikanische Popmusik, uns wäre um diese Uhrzeit Mozart lieber.






Landschaft - Landscape


Today our alarm clocks ring at half past 4 in the morning since we start at 5. We have to get the bus to Himo, planned departure 5:45. We we arrive the driver is taking a nap on his steering wheel. Our luggage get loaded to bus, we say our goodbyes to Father Benedict, Alphonce and Werner and take our seats. African pop music is playing. At this early time we would prefer Mozart.


Langsam füllt sich der Bus, um 5:29 fahren wir dann los, früher als angekündigt. Dass hier andere Sitten herrschen wird uns gleich auf den ersten Metern aus Dar es salaam heraus bewusst. Die Hupe spielt die Hauptrolle, die Blinker sind nur Statisten, die es am Ende nicht in den Film schaffen. Rote Ampeln werden als reine Empfehlung gehandhabt. Wir bemerken ein Motorrad, das wie wahnsinnig neben dem Bus herfährt und hupt. Als wir stehenbleiben löst sich das Rätsel, der Mann auf dem Motorradtaxi springt auf den rollenden Bus auf und begibt sich auf seinen Platz.

Slowly the bus is filling up, we leave at 5:29, earlier than announced. We soon learn that driving habits are different in Africa. The sound horn is playing the main role, the blinkers didn't make the cut. Red traffic lights are viewed as a mere suggestion. We notice a motor bike that follows our bus like crazy, hobking. When we stop the mystery is solved: the man on the motor bike taxi hops on the rolling bus and takes his seat.


Während es heller wird, dösen wir im Bus vor uns hin. Dieser brettert über die Straße, hüpft über Geschwindigkeitsschwellen und hupt. Unsere Sorge über den ungewohnten Linksverkehr bleibt unbegründet, wir verbringen die meiste Zeit auf der rechten Spur. Einzig der Gegenverkehr stört das Bild. Was wir sehr genießen, ist der Ausblick auf die afrikanische Landschaft. Wir sehen Kokospalmen, Bananenstauden, Aloe Vera Felder und Herden von Kühen, Ziegen und Schafen. Nach jeder zusätzlichen Toilettenpause fahren wir schneller und rücksichtsloser und beginnen uns zu fragen, ob wir auf dem Highway to Hell sind. Aber dann bleiben wir in Himo stehen und sehen Schwester Betty auf uns warten. Da wissen wir, alles ist gut.

While daylight gets brighter we dose on the bus. The bus itself races down he road, jumps over road humps and honks. Our worries over driving on the left side of the road, which we are not used to, disappear since we spend most of our way on the right side. Only the cars facing us, going in the other directing seem a bit disturbing. The thing we enjoy a lot is the view of the African landscape. We see coconut palms, banana trees, aloe very fields and hords of cattle, goats and sheep.
After every additional tiolet break the bus goes fatser and our driver maneuvers more recklessly. We start to wonder whether we are actually on a highway to hell, but then we stop at Himo station and see Sister Betty waiting for us. And we know that everything is alright.



Die Schule die mithilfe der Hope Foundation gebaut wurde -
The school witch was build by the Hope Foundation 

Wir fahren nach Holili in Bettys Schule und trinken auf unsere abenteurliche Fahrt erst einmal einen Konyagi. Der Rest des Tages ist entspannt. Wir sehen uns das Schulgelände mit seinen Gebäuden, den Feldern und den Ställen an, begrüßen die Kinder, die gerade ihre Wäsche waschen und treffen LehrerInnen und die Schwestern. Martin hat ihnen Geschenke mitgebracht, Reflektorwesten, damit sie in der Nacht im Straßenverkehr immer gesehen werden. Sie empfangen sie unter herzlichem Gelächter und tragen sie gleich ganz stolz.Wir freuen uns auf unser Bett und auf morgen. Lala salama

From Himo we drive to Holili to Sister Bettys school und drinka Konyagi after our adventerous ride. The rest of the day is very relaxed. We walk around the school premises ad see all the buildings, the fields with their crops, and the stables. We greet the children, who are in the middle of washing and hanging theri clothes and we meet teachers and the Sisters. Martin has brought them gifts – reflector vests so that the will always be seen on the road during the night and they receive them laughing and wear them proudly right away. Tonight we are happy to get to bed safely and await tomorrow. Lala salama





08.08.2019 - 6.Tag - Zansibar 2

Tag 6: Zansibar 2
Day 6: Zansibar 2


Die erste ruhige Nacht, die erste seit wir in Afrika sind in der keine laute Musik vor oder neben unserem Hotel zu hören war, haben wir hinter uns. Wobei ruhig ein dehnbarer Begriff ist weil wir mitten in der Natur waren und uns Vögel und anderes Getier sanft in den schlaf gesungen hat.

The first night we spent in Africa in silence without loud music near our hotel! Yet, silence has not to be understood as absolute in this case because we were surrounded by pure nature and birds and other animals sang some lullabyes for us.


Nationalpark Jozani
Nachdem wir gestern den ehemaligen Sklavenmarkt und die Gewürzfelder besucht hatten, sollten wir heute eine andere Seite Zanzibars erleben. Zuerst ging es mit dem Auto ca. 45 Min nach Süden. Auf der Fahrt gleich zwei Überraschungen auf einmal. Ersteinmal hatten wir unsere längste Fahrt ohne Stau, Bodenwellen, Gehupe oder sonstigem. Die Landstraßen sind echt gut ausgebaut und da haben wir auch gleich die zweite Überraschung erlebt. Es gibt hier stellenweise sogar so etwas wie Fahrbahnmarkierungen. Zumindest war es die erste Straße bei der es eine gekennzeichnete Mittellinie und Seitenlinien gab. Wir fuhren durch menschenleeres Gebiet, vorbei an Reisfeldern, Plantagen und scheinbar unberührte Natur. Schließlich sind wir im Nationalpark Jozani angekommen.

After first having visited the former slave market and spice fields yesterday we today had the chance to see anoher side from Zanzibar. A 45 minutes drive towards South was astonishing as for the first time in Africa there were no traffic jam, no humps, no honking or other things. Roads are built well and we had a second surprise: we saw something similar to markings on the roads. At least this was the first road with markings in the middle and along the sides.

Nationalpark Jozani
National parc Jozani


Dort haben wir uns gleich einen Tourguide geschnappt und uns in den Dschungel entführen lassen. Auf unserer ersten kleinen Safari, sagt unser Tourguide, können wir einige Tiere wie Affen, Leguane, Frösche und einige weitere sehen wenn wir Glück haben. Wenn wir Glück haben, bekommen wir einige Tiere wie 6 Meter lange Pythons, Spinnen und ähnliches nicht zu sehen. Willkommen in Zanzibar kann man da nur sagen. Bei unserer kleinen Tour auf ausgetrampelten Wegen durch das Dickicht haben wir tatsächlich Affen, Frösche und eine Aloeverapflanze für den Mann (Nur für den Mann wenn ihr versteht was ich meine) gesehen. Eine grüne Schlange war auch dabei aber so schnell weg, dass sie nicht alle sehen konnten. Aber die Flora war so artenreich und vielfältig, dass wir gar nicht wussten wo wir überall hinschauen sollten. Auf den Boden um nicht auf ein Tier zu steigen, zur Seite um im Dickicht vielleicht eine Echse zu sehen oder in die Baumkronen um einen Affen oder eine Schlange zu sehen. Nachts ist es hier allerdings gefährlich da hier Voodoo Zauberer ihr Unwesen treiben.

We hired a tourguide and let him lead us into the jungle. As he said, our first little safari would show us some animals as monkeys, lizzards, frogs and some others – if we would be lucky! If we would be lucky, we would not see some other anikmals as pythons (6 m long!), spider or similar. Welcome to Zanzibar, one would say! And really, on our tour along paths across the forest we got to see monkeys, frogs and an aloe vera for me (only for men, if you understand what I mean). There was a green snake, too, but she dispeared so quickly that even not all of us saw her. But the flora was very divers and we did not know where to look first – to the ground, in order not to step onto an animal, around us in order to see maybe a lizzard or above us in order to see monkeys of snakes. However, during night it is dangerous to stay here as Voodoo men are going round then!






Nach dem Ausflug in den Dschungel ging es mit dem selben Guide in den Mangrovenwald. Für uns alle ein Erlebnis, dass wir so schnell nicht wieder vergessen werden. So viel Natur auf einmal ist für uns alle etwas neues. Auch da wir Mangroven nur aus dem Fernsehen und von Bildern kennen. Über einen Holzsteg ging es durch den Sumpf, vorbei an Luftwurzeln und Sumpfkrabben. Wieder wussten wir nicht wohin wir als nächstes schauen mussten weil es überall etwas neues zu entdecken gab. Mangroven wachsen ja bekanntlich am Wasser weil sie dieses zum leben brauchen (Salzwasser), allerdings ist selbiges Wasser auch das Todesurteil für den Nationalparkwald. Steigt der Meeresspiegel um nur einen Meter, versinkt dieses Paradies. Glücklicherweise konnten wir es noch besuchen weil, wer weiß wann und ob wir noch einmal die Möglichkeit dazu haben.


Mangroven mit Luftwurzeln -
Mangroves with airroots
Mangroves
Our safari continued through the mangrove forests. None of us will forget this! So much nature around is a new experience for us, as we know mangroves only from pictures or from TV. Wooden bridges led us through the swam with air roots and swam crabbs. Again it was difficult to decide where to look as something new waited at every point. You surely know that mangroves need whater to survive (salt whater) but this whater at the same time means the death sentence for the national parcs forest. When whater in the sea rises by only one meter this paradis sinks. We are lucky to have seen it – who knows whether we will have another opportunity.

Stone City


Markt in Stone City -
Market in Stone City
Anschließend ging es in die Stadt nach Stone City (Korallen Stadt weil sie, wie alles andere hier, auf Korallen gebaut ist). Dort haben wir den Markt besucht uns in eine Welt von Gewürzen und bunten Stoffen verführen lassen. Wohin man auch blickt, Stoffe, Tücher, Gewürze und andere Erzeugnisse. Menschen gab es auch so 2,3.......tausend. Kurz bevor wir wieder die Fähre nach Dar es Salaam bestiegen konnten wir noch ein paar alte Gebäude mit den schönen hölzernen, orientalisch gearbeiteten Türen fotografieren.
Markt in Stone City -
Market in Stone City




After this safari we went downtown in Stone City (city of corals because she is built on corals as everything around here). The market offers a world of spices and colourful tissues. Wherever you look, you see tissues, spices and many other products. And there some people – 2, 3...... thousands. On our way to the ferry to Dar es Salaam we got to see some amazing old buildings with beautiful wooden doors in orient style.





Fahrt nach Dar es Salaam
Transfer to Dar es Salaam


Wieder bestiegen wir die Fähre und damit begann ein weitere Abenteuer. Anfangs war es nur sehr windig, als wir dann den Schutz der Insel verließen machte dem Boot der Wellengang der Gezeiten schwer zu schaffen. Wie auf einer Achterbahn (na gut, einer soften Version) ging es auf jede Welle, nur um danach wieder hinunter zu fahren. Teilweise wurde die erste Reihe am Unterdeck sogar ziemlich nass. Wir am Oberdeck freuten uns nur über jedes auf und ab. Vielleicht hört es sich jetzt schlimmer an als es war, wir hatten jedenfalls Spaß an der Fahrt. Der Kapitän steuerte das Schiff trotz der steifen Brise die uns um die Ohren wehte souverän in den sicheren Hafen und wir konnten wohlbehalten wieder in unser Hotel Silver Paradise zurückkehren.

Again we took the ferry and another adventure was ahead. First there was nearly no wind but when we left the shelter of the island our vessel had to fight heavy waves. Like on a roller coster (well, the slight version of it) the boat got upside each wave to go down on the other side of it. People sitting in the first row on the lowest deck even got wet a little bit. We were seated on the top deck and could enjoy the roller coster feeling. May it not sound to scary – we did have fun on the trip. The captain safely steered the vessel into the safe harbour and we safely returned to our hote Silver Paradise.

Letztes Dinner
Last dinner

Nach einem Abendessen wurden wir noch vom Hotelbesitzer und dessen Manager auf die Dachterrasse zu einer kleinen Ausklangsrunde eingeladen.Nachdem viele ehrliche Worte des Dankes beider Seiten ausgetauscht wurden haben wir uns auf den Weg ins Bett gemacht da wir morgen um 5 Uhr Früh den Bus nach Holili besteigen. -Von Matty

After dinner the owner of the hotel and the manager invited us to the terrace on the roofs to have a little farewell drink. Both sides found very true and warm words to express our gratitude and we went to sleep as we planned to take the bus to Holili at 5.00 a.m. the next morning. -From Waltraut



















Bevor ich auch zu Bett gehe wünsche ich dir Omi noch alles Gute zu deinem 80er.
Before going to sleep I want to wish all the best to you, Omi, for your 80th anniversary.












Donnerstag, 8. August 2019

07.08.2019 - 5.Tag - Zansibar

Tag 5: Zanzibar - Dort wo der pfeffer (und vieles andere) wächst
Day 5: Zanzibar - Where the pepper (and much more) grows

Anreise nach Zanzibar

Für heute haben wir uns ein ganz besonderes Reiseziel ausgesucht: Zanzibar. Von Dar es Salaam sind wir mit einem Schiff gefahren - natürlich viel mehr Menschen, als es Sitzplätze am Schiff gab. Manche sind gestanden, manche am Boden gesessen oder sogar gelegen. Die meisten von uns sind am obersten Deck gesessen, von dort konnten wir den wunderschönen Ausblick genießen.
Beim Hafen haben wir unsere Gastgeberin, Schwester Anna getroffen, und eine abenteuerliche Fahrt durch die Stadt begann. Manche von uns haben gedacht, dass auf den Straßen in Zanzibar weniger los sein wird, als in Dar es Salaam. Wir haben schnell bemerkt, dass es ein Irrtum war. Ein geflügeltes Wort von der Fahrt: "Ich glaube, das Rotlicht hat hier eine andere Bedeutung, als bei uns..."

A Journey to Zanzibar

For today we chose for us a special destination: Zanzibar. From Dar es Salaam we ferried across the Indian Ocean to the island - certainly, on the ferry, there were much more passangers, as seats. Many of them stood, many sit or laid on the floor. Our group sit on the highest board, so we could enjoy the wonderful view.
At the harbour we met our host, Sister Anna and so began our adventurous journey across the city. A few of us thought that the traffic in Zanzibar is not so wild as in Dar es Salaam. We realized in a short time that it is a delusion. A saying of the journey: "I think, red light means here something else, than at home..."

Unsere Unterkunft - Our place to stay
Machui Community College 

Nach dem Mittagessen hat uns Schwester Anna durch ihr College geführt. Rund um die Gebäude herum gibt es einen wunderschön gepflegten Garten. Der Frieden ist greifbar an diesem Ort, obwohl es für ChristInnen gar nicht so leicht ist. Sie sind in der Minderheit und es führt oft zu schwierigen Situationen.
Der College ist sehr gut organisiert. In 2 Klassen studieren derzeit ca. 95 SchülerInnen. Manche sind einquartiert im Studentenheim, manche wohnen zu Hause und kommen nur zum Unterricht.
Die SchülerInnen können sich für verschiedene Ausbildungszweige entscheiden: Tischlerei, Hotelmanagement, IT und Engineering. Es gibt eine Werkstatt für die Tischlerlehrlinge, wo sie wunderschöne Möbelstücke machen (zB vom Kokosnussbaum).
Ein kleiner Stall mit Kühen und Schweinen gehört auch zur Schule, sowie ein Gesundheitszentrum - Ärzte, eigenes Laboratorium und eine Apotheke.
Im Schwesternhaus wohnen 5 Schwestern, die im College in 5 verschiedenen Bereichen arbeiten.


Machui Community College 

After lunch Sister Anna showed us their College. Around the buildings, there is a beautiful garden. We could feel the peace at this place, nevertheless the situation of Christians is quite difficult there, because they are in minority in Zanzibar.
The college is well organised. In 2 classes study appr. 95 pupils, a few of them live at the dormitory, the others shuttle every day.
The pupils can choose several professions to learn: Carpenter, Hotelmanager, IT and Engineering.
In the College, there is a workshop, where the carpenter students make very nice furniture (for example from Coconut tree).
A small stall with cows and pigs belongs to the College, as well as a health care centre - doctors, a laboratory and a pharmacy.
In the sisterhouse live 5 sisters. They work in 5 different field of the college.



Tischlerwerkstatt - Carpenters workplace

















Museum der Sklaverei

So wie in Bagamoyo, gab es auch in Stonetown einen großen Sklavenmarkt. Heute befindet sich hier ein Museum. Durch die Zellen, das Denkmal, die Kirche, die Ausstellung und durch die ausgezeichnete Führung bekamen wir zum Thema neuen Impulse und Fragen zum Nachdenken.

Denkmal der Sklaverei - Memorial of the slaves
Zelle für bis zu 75 Sklaven -
Chamber for up to 75 slaves









The Museum of Slavery

As well as in Bagamoyo, in Stonetown existed a huge slave market too. Today is to be found there a Museum. Through the chambers, the memorial, the church, the exhibition and through the excellent guidance we got new impulses and questions to think about.


Spice farm


Am Abend haben wir an einem Spice-Quiz auf einer Gewürzefarm  teilgenommen. Es war sehr interessant und auch lustig. Wir haben viele Gewürzen kennengelernt, oder eher die Pflanzen, Büsche  und Bäume, auf denen sie wachsen. - Von Berenike

Henna Frucht - Henna fruit







Spice farm

In the evening we had a quiz at a Spice farm. It was really interesting and funny as well. We could see end learn where and how the spices of Zanzibar grow. - From Berenike

Vanilleschoten - Vanilla




















PS: Morgen starten wir um 5 in der Früh nach Holili und dort wissen wir noch nicht wie es mit der Internetverbindung aussieht. Möglicherweise kommen die nächsten Posts erst wieder in Arusha.

PS: Tomorrow we will start our tour to Holili at 5 am. There we don't know how much internet we have so it is possible, that we can text you the next time in Arusha.

Dienstag, 6. August 2019

06.08.2019 - 4.Tag - Geschichtsstunde

Tag 4: Geschichtsstunde
Day 4: History lesson


Eine Tagesreise in Vergangenheit und Zukunft - Bagamoya


A day‘s journey to past and future – Bagamoya



Auf holprigen Strassen vorbei an unzähligen Verkaufsständen, an sehr einfachen Behausungen einerseits und prächtigen Villen andererseits fahren wir nach Bagamoya. Im 19. Jahrhundert spielte diese Stadt eine wichtige Rolle in Ostafrika und war u.a. ein wichtiger Umschlagplatz für den Sklavenhandel. 1868 liessen sich die ersten Missionare Afrikas hier nieder und bemühten sich den Sklavenhandel abzuschaffen.

 Bagamoya war Ausgangspunkt vieler Expeditionen von Livingstone, Stanley und anderen und galt als bunte multikulturelle Stadt. In der Kolonialzeit wurde Bagamoya Hauptstadt von Deutsch–Ostafrika. Mit der Abschaffung des Sklavenhandels 1873 verlor die Stadt ihre Bedeutung, ausserdem übertrugen die Deutschen 1891 den Status der Hauptstadt auf Dar es Salaam wegen der besseren Bedingungen im Hafen. 


Bumpy streets lined with sales stalls, rather unpretententious housings on one side and gorgeous residences on the other side lead us to Bagamoya. During the 19th century this city played an important role in East Africa being amongst others a central place in slave trade. In 1868 the first missionaries in Africa established here and undertook to fight against slavery. 
Bagamoya served as startung point for many expeditions from Livingstone, Stanley and others and was considered to be a multicultural city. During colonial era Bagamoya became capital of German East Africa. When slavery was abolished in 1873, the city lost her importance, overmore, the Germans transferred the capital to Dar–es–Salaam in 1891 due to better conditions in port.


Baobab Baum, gepflanzt 1868, Umfang 12,50m -
Baobab tree, planted 1868, size 12,5m
Im Bagamoya Catholic Museum gewannen wir Einblicke in den Alltag der Sklaven. Die benachbarte Old Catholic Church ist die erste Kirche Ostafrikas. Das gesamte Areal macht nicht nur wegen des über 100 Jahre alten Baobab–Baums jahrhundertalte Geschichte greifbar!

In Bagamoya Catholic Museum we gained insight at life in slavery. The Old Catholic Church nearby was the first church in East Africa. The whole territory makes you feel history of a century not only because of the baobab tree, which is older than 100 years!

Die älteste katholische Kirche in Bagamoyo -
The oldest Catholic church in Bagamoyo













Und genau gegenüber weht der Geist der Zukunft – hier wurde vor einigen Jahren eine Universität begründet, die noch im Aufbau ist, wo aber der Geist der Wissenschaft und Forschung spürbar ist – entsprechend dem Motto der Universität: Weisheit und Wissen für Freiheit! 

And quite across the street one feels the spirit of the future – a university has been established here some years ago, being at the beginning yet but you already feel the spirit of science and research according to the university‘s motto: Wisdom and knowledge for freedom!

Große Bibliothek der Universität Maruco -
Big Library of the Univesity of Maruco
Chemiesaal - Room for chemical lessons





















Eine wunderbare schattige Allee führt von Universität und Old Catholic Church zum Denkmal für die Landung der ersten Missionare am Strand des Indischen Ozeans.

A walk under wonderful shady trees brought us from Old Catholic Church and university to the Indian Ocean, to the monument for the first missionaries who landed in Africa.

Denkmal für  die Landung der ersten Missionare -
Monument for the first missionaries

Nach dem Eintauchen in die Geschichte wollten wir natürliche auch in den Indischen Ozean eintauchen:–) Da gerade Ebbe war, mussten wir eine kleine Wanderung absolvieren, um auch bis zum Wasser zu gelangen – es hat sich gelohnt :–) -von Waltraut

After having plunged into history, of course we wanted to dip into the whater of the Indian Ocean:–) As the tide was low it took a rather long walk to the whater – but it was worth it! -From Waltraut

Montag, 5. August 2019

05.08.2019 - 3.Tag - Gegensätze

Tag 3: Verkehr
Day 3: traffic

Wer ein Auto hat, der fährt …


...egal wohin, egal wie die Straßen sind und egal wieviele andere Verkehrsteilnehmer den selben Gedanken hatten..
Wer kein Auto hat, der fährt mit Fahrrad, Moped, Tuks, Leiterwagen, Handkarren – alleine oder vielleicht doch viel mehr. Der Verkehr ist wirklich eine Herausforderung. Auch für die Beifahrer.

Aber wir konnten uns nicht wirklich darum kümmern, denn wir so viel schauen müssen. Die Straßen sind gesäumt von Menschen, die ihre Ware anbieten, aufschlichten, anliefern und kochen, dass wir sehr beschäftigt waren, die vielen Eindrücke aufzunehmen. Sobald wir standen waren schon wieder Verkäufer da, die uns von Nüssen über Handtüchern und Eis auch Drachen verkaufen wollten. Ein sinnloses Unterfangen, denn kein Autofahrer hat sein Fenster herunter gelassen und irgend etwas gekauft.


Everbody, who has a car, he drives...


… whatever how far, whatever the streets are and whatever traffic is. If you don't have a car, you go by bike, by mofa, tuks, hay carts or handtruck. Traffic is a real challenge.

But we had no time to think about traffic. We were busy with watching, whats going on outside. Along the street people were sitting, bringing and selling their products, or cooking on roasts beside the street.
When the car stopped, chandler jumped on the street to sell us newspapers, icecream, nuts, towels, and so on. There is no point of doing that, because nobody opened the window to buy anything.

Abschleppfahrzeug für Lastenfahrräder -
Wrecker crane for cargo bike

Alte Stadt


Und dann schien es, dass wir plötzlich in einer anderen Stadt waren. Hochhäuser, neben Häusern, die die Deutschen im letzten Jahrhundert gebaut haben und Touristen. Wir waren bei der Kathedrale gelandet. Leider war der Kardinal nicht anwesend, aber der Pfarrer hat uns dann durch seine Kirche geführt.Er zeigte uns deutschsprachige Gedenktafeln von Missionaren, die dort gewirkt haben. Nach einer Orgelführung ist Matty noch im Turm zu den Glocken gestiegen. Die Fotos, die er gemacht hat, haben dann den Pfarrer und die Ordensschwester sehr verblüfft. Nicht einmal der Pfarrer hat jemals die Umgebung und die Glocken von oben gesehen! - von Jutta

Old town


And theb, it seemed, we came in another town. High, modern towers between the houses, the German built in the last century and a lot of tourists.
We were in the Cathedral of Dar-Es-Salam and the Priest showed us the memorial tablets from German and Austrian missionaries, they died there. In the end he climbed up with us to the organ. Matty was climbing higher – to the bells – and the view of the bell and the surrounding even the priest haven't seen till now. - From Jutta